Kontostand nähert sich der 3.000 € - Marke

Seniorennetzwerk besucht den Süden der Costa Blanca

Bei unserem Informationsabend am 31.10.2012 in der Casa de Cultura in Denia war auch Manfred Schwarting aus Orihuela Costa anwesend. Er ist Mitbegründer der im Juni 2006 gegründeten Partei C.L.A.R.O., die auf Anhieb mehr als  40 % der Stimmen in Orihuela Costa errang. Nach unserer Veranstaltung initiierte Herr Schwarting eine Petition zu unserem Kampf für die Pflegesachleistungen der im EU-Ausland lebenden Deutschen.

Der jährliche Valentinsball von C.L.A.R.O. war eine gute Gelegenheit einen Gegenbesuch abzustatten, um die Verbindung zwischen dem Norden und dem Süden der Costa Blanca zu festigen. In einem festlich geschmückten Saal feierten und tanzten eine bunte Mischung von Spaniern, Engländern, Norwegern, Deutschen und weiteren Nationalitäten. Es war ein schöner "Dance and Diner" Tanzabend mit einer Tombola. Eine Überraschung erwartete uns, denn es wurde uns eine private Spende von Christel Schwarting und die Erlöse aus einer Sammlung von "Silberlockespain", einer neuen Informationsplattform für Deutsche in Spanien, überreicht. Eine dritte Sammlung des Deutschsprachigen Tisches konnte uns nicht übergeben werden, da der Vorsitzende Norbert Ellmers aus gesundheitlichen Gründen verhindert war.

Vielen Dank auf diesem Weg an alle Spender. Sie bringen das Seniorennetzwerk Costa Blanca einen Schritt weiter in Richtung „Vergabe des Rechtsgutachtens bezüglich der Pflegesachleistungen im europäischen Ausland“.

Bereits im Oktober hatte uns Manfred Schwarting berichtet, dass im Süden seit Jahren drei fertig gestellte Seniorenresidenzen existieren, die bis heute nicht in Betrieb genommen wurden. Wir nutzten die Gelegenheit, um sie uns anzuschauen. Es ist unfassbar: Zwei Residenzen in Orihuela Costa und eine Residenz in Torrevieja in einem Umkreis von weniger als 10 km, die leer stehen. Speziell die Residenz in Torrevieja hat eine schöne Lage mit Blick auf den Salzsee. Dazu in unmittelbarer Nähe die notwendige Infrastruktur: Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Apotheke, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und nur 1 Km vom Krankenhaus entfernt.

Diese ungeheure Verschwendung von Mitteln macht zornig und traurig zugleich. Sofort fallen uns etliche Fragen dazu ein: Gibt es noch mehr solcher Objekte? Hat die Comunidad Valenciana keine Ahnung was in ihren Städten passiert oder schaut sie einfach tatenlos zu bzw. weg? Wie passt das zum Bericht "Valencia setzt auf deutsche Senioren“ (siehe Artikel in der CBN v. 04.01.2013), nach dem die Landesregierung deutsche Rentner mit der Eröffnung von Seniorenheimen nach Valencia locken will? Weiss etwa die linke Hand nicht was die die rechte tut? Wo sind die spanischen Medien, die diese ominösen Sachverhalte rigoros ans Licht zerren und aufdecken?

Uns würde das freuen, denn die vor Jahren im Süden der Communidad Valenciana verschwendeten zig Millionen fehlen heute natürlich in ihrem maroden Geldsäckel.

Jürgen Lappe, Klaus Bufe

Seniorennetzwerk Costa Blanca