Deutsche Rentner die einige Monate in Spanien verbringen, oder gar ihren Wohnsitz nach Spanien verlegt haben, gibt es schon seit vielen Jahren. Dies gilt ebenso für Deutsche, die in Spanien leben und arbeiten. Im Zuge des vereinten Europas hat die Gesamtanzahl über die Jahre hinweg zugenommen. Nach Schätzungen der Deutschen Botschaft Madrid leben so um 600.000 Deutsche in Spanien, der größte Teil an der Küste. Davon wiederum ist der größere Teil Langzeiturlauber oder Altersresidenten.

Für ältere Menschen gewinnt ihr Wohnumfeld immer mehr an Bedeutung, wenn die Mobilität geringer wird und wenn man alleine lebt. Auf existierende Spanische Hilfs- und Unterstützungsangebote zuzugreifen ist in vielen Fällen durch die Sprachbarriere und auch die fehlende Anmeldung schwierig. Ohne Zweifel hat sich in den letzten Jahren in diesem Umfeld einiges verbessert. So konnte z.B. seinerzeit eine Pflegegeldzahlung innerhalb Europas gerichtlich erkämpft werden.

Mit seiner Krankenkassenkarte in Spanien zum Arzt zu gehen, wie in Deutschland. Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass dies möglich wird. Allerdings sind die Krankenkassen, die einen Europa Service bieten und Verträge mit Ärzten im Ausland schließen, noch die Ausnahme.

Doch noch gibt es Lücken, wie z.B. die fehlende Pflegesachleistung, die im Laufe der Zeit geschlossen werden müssen. Durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen will das Seniorennetzwerk Costa Blanca zur Schließung dieser Lücken beitragen.

Das Seniorennetzwerk Costa Blanca möchte auch eine Plattform bieten für Informations- und Ideenaustausch für alle Maßnahmen und Wohnformen, die ein gemeinschaftliches Wohnen im Alter fördern.

Die Unterstützung aller Menschen und Organisationen zur Erreichung der oben genannten Ziele sind willkommen. Alle Langzeiturlauber und Altersresidenten sind aufgerufen sich im Seniorennetzwerk Costa Blanca zusammenzuschließen. Gemeinsam können wir etwas erreichen.